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Unsere Entstehungsgeschichte
Der Verein Fabrik-Theater Wettringen e.V. (FTW) entstand im Jahre 1998 aus einer Initiative musicalbegeisterter Laienkünstler. Ihre Idee war eine eigene Musicalproduktion in Wettringen. Der Aufführungsort des ersten Musicals war die stillgelegte Fabrikhalle der ehemaligen Textil-Firma F.A. Kümpers, die damit gleichzeitig dem Verein zur Namensgebung diente.
In 10 Jahren Vereinsgeschichte hat das FTW 6 Musicalproduktionen umgesetzt.?Am 24.01.1998 war die Premiere des ersten Stückes "Der kleine Horrorladen". Durch eine nie erwartete Resonanz sprach sich der Erfolg des Musicals um eine fleischfressende Pflanze trotz der kurzen Aufführungszeit von nur 2 Wochen sogar bis ins Ruhrgebiet und in den hohen Norden herum. Im Herbst des Jahres wurde daraufhin das Stück in einer zweiten Staffel aufgeführt und der Erfolg motivierte die Mitglieder zu neuen Projekten.??Die Aufführung des Musicals "Linie 1" als zweite Produktion im Frühjahr 2000 war geprägt durch einen hohen technischen Aufwand. Das FTW setzte auf "Real-Theater": Wo sonst eine Neonröhre eine U- Bahn darstellte, fuhr eine aufwändig konstruierte U-Bahn Attrappe, mit dem Originalgeräusch des Berliner Vorbilds, über die Bühne.
Ausgesprochen reale Bühnenelemente gab es auch im nächsten Musicalprojekt des Fabriktheaters zu bestaunen. Für die Inszenierung des dritten Stückes "Im Auftrag des Herrn" rollte ein bulliger amerikanischer Polizeiwagen auf die Bühne. Um die Professionalität zu steigern, wurden die Rollen in einem erstmals durchgeführten Casting vergeben. Aber das FTW hatte sich mit dieser Produktion noch größeren Herausforderungen gestellt. Das Planungsteam des Fabriktheaters entschied sich dafür, erstmals selbst ein auf den Verein zugeschnittenes Musical zu schreiben. Als bekannte Vorlage diente die Film-Story der `Blues-Brothers´.
Nach diesem weiteren großen Erfolg wollte man die inzwischen hohen Erwartungen des Publikums möglichst übertreffen. Die Auswahl fiel auf das Musical "Fame", mit dem das FTW am 19.03.2004 Premiere feierte. Neben dem tänzerischen Bereich, der in diesem Stück in den Mittelpunkt rückte, verstärkte der neu gegründete Chor die musikalische Intensität dieses Stückes. Ein weiteres Highlight schaffte man durch ein neues Bühnenkonzept - bestehend aus drei bespielbaren Ebenen, welche dem Zuschauer ein Gesamtbild von allen 120 Mitwirkenden inklusive Chor & Band boten. Diese Produktion brachte einen nie zuvor da gewesenen Erfolg: Bereits eine Woche vor der Premiere waren alle 12 Vorstellungen ausverkauft. Und das Echo der Zuschauer war überwältigend.
Doch das Jahr 2004 war damit noch nicht beendet! Das Fabrik-Theater wurde für die bisherige Arbeit mit demKulturpreis 2004 des Kreises Steinfurt ausgezeichnet! Und mit dem Rückenwind dieser Auszeichnung ging es im Jahr 2006 in die nächste Produktion, dem Musical "Eating Raoul!". Ort der Handlung: Das "Sündenbabel" Los Angeles der recht prüden 60er Jahre. In der bizarren Geschichte mit vielen Comedy-Elementen "befreite" das Ehepaar Mary & Paul Bland diese Welt mit einer Bratpfanne von potentiellen Lüstlingen und erleichterte die Opfer anschließend jeweils um deren Geldbörse, um damit ihren eigenen, wenn auch unverschuldeten Geldmangel zu beheben...??Im Jahr 2008 freute sich das Fabriktheater, seinem Publikum eins der weltweit erfolgreichsten Musicals präsentieren zu können: Das Kult-Rock-Musical "Hair" aus den 70er Jahren fand den Weg auf die Wettringer Bühne! Eine Geschichte um Frieden und Liebe, aber auch um die Sinnlosigkeit des Vietnam-Krieges, den auch die Hauptfigur, der aufständische Hippie-Anführer "Berger", schließlich mit seinem (Bühnen)-Leben bezahlen mußte, obwohl er vorher laut Urteil eines Richters noch "randalierend und ruhestörend auf einer Gartenparty der angesehenen Familie Franklin" klar gegen den Krieg Stellung bezogen hatte. Gerade der krasse Gegensatz zwischen der anfänglichen naiven Fröhlichkeit der Hippies und der harten Realität des Krieges macht den zeitlosen Erfolg dieses Musicals aus, das deswegen auch bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Nicht zuletzt durch die mitreißende Musik konnte das Fabriktheater sein Publikum ein weiteres Mal in 12 ausverkauften und bewegenden Vorstellungen überzeugen!